Weitsprung – Wussten Sie schon, dass…

Zarck Visser nimmt am 1. Buderus Kölner RheinSpringen teil

„Wussten Sie schon, dass…“

…die erzielte Weite zu zwei Dritteln von der Anlaufgeschwindigkeit abhängt und nur zu einem Drittel von der Sprungkraft?

…dass die Athleten, als es noch keine Anzeige für Windstärke und –Richtung gab, einfach ein paar Grashalme pflückten und zu Boden fallen ließen, um beim Anlauf den günstigen Rückenwind zu erwischen?

…dass schon bei den alten Griechen der Weitsprung Teil des Pentathlons war, wobei allerdings aus dem Stand gesprungen wurde?

…dass Carl Lewis vier Mal in Folge olympisches Gold holte?

Von 1984 bis 1996 beherrschte Lewis die Szene. 1980, bei den Boykottspielen in Moskau, siegte mit Lutz Dombrowski der bisher einzige deutsche Mann. Die deutschen Frauen machten es besser. Zweimal Heike Drechsler sowie Heide Ecker-Rosendahl und Angela Voigt siegten in der olympischen Sprunggrube.

…Bob Beamon seinen „Sprung ins 21. Jahrhundert“ aus dem Jahre 1968 nicht versilbern konnte?

Seine 8,90 Meter (55 Zentimeter weiter als der bis dahin geltende Weltrekord!) bei den Olympischen Spielen in Mexico City kamen nicht zuletzt dank der dünnen Höhenluft zustande – das dicke Geld allerdings blieb aus. Der gelernte Schneider arbeitet als Trainer, wird kurzzeitig Profi, um sich dann wieder mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten.

…dass es beim Weitsprung fünf Phasen gibt?

Der Sprung wird aufgeteilt in: Anlauf, Sprungvorbereitung, Absprung, Flugphase und Landung. Teil des Absprungs ist die so genannte Amortisationsphase, der Übergang vom Anlauf zum Absprung, bei dem die Anlaufgeschwindigkeit in größtmögliche Weite umgesetzt werden muss. In der Flugphase kommt im Spitzensport die Laufsprungtechnik zum Einsatz, wobei erst das Sprungbein und dann das Schwungbein vor den Körper gebracht wird. Das Gleichgewicht wird mit dem Kreisen der Arme gehalten.