Nachbericht RheinSpringen 2012

Wenn es oben wie aus Kübeln schüttet, verlegt man das Aufwärmtraining kurzerhand eine Etage tiefer. Und wenn oben der Rheinauhafen ist und darunter Europas längste Tiefgarage, dann finden die Teilnehmer des Rheinspringens sogar mit einer 1,4 Kilometer langen Geraden fast schon die ideale Aufwärmplattform vor. Parkplatz suchende Menschen staunten jedenfalls nicht schlecht angesichts sprintender und sich stretchender Athleten.

Aber der Reihe nach. Das 1. Buderus Kölner RheinSpringen am 24. Juni 2012 wurde mit dem SchulCup eröffnet, einem Weitsprungwettbewerb für Schüler der Klassen 5 bis 13. An den Schulen wurde gezielt im Vorfeld innerhalb des Sportunterrichts auf den Event hingearbeitet, entsprechend gut die Resultate. Die Spitzenleistung bei den Schülern war ein Satz auf 5,70 Meter, bei den Schülerinnen auf 4,87 Meter..

Als Zuschauerin verfolgte Annemarie Stange das RheinSpringen mit Begeisterung von der ersten Minute an. „Die imposante Kulisse direkt neben dem südlichen Kranhaus, diese irre Sportanlage für Weit- und Stabhochsprung – so was sieht man nicht alle Tage“, freut sich die sportbegeisterte Kölnerin.

Im Anschluss an den SchulCup folgte das PromiSpringen. Ex-Fußballprofi Matthias Scherz, der schon früher von seiner Schnelligkeit profitierte, hat seine Sprinterqualitäten ordentlich konserviert und dazu auch optimal in Weite umsetzen können. 5,15 Meter waren am Ende des Wettbewerbs die Topmarke. Zudem sprangen für das Klima Marc-Kevin Goellner, Ania Niedieck, Shary Reeves, Ela Paul sowie Tabea Heynig.

Bei diesem sehr Prominenten-Cup zählte jeweils die persönliche Bestweite. Die Stars aus Sport und TV sprangen nicht gegeneinander, sondern für das Klima. Jeder gesprungene Zentimeter wird eingesetzt und in CO2 umgerechnet, Für die ersprungenen CO2 Tonnen werden dann Kompensationsmaßnahmen finanziert. . Denn der RheinSpringen-Nachhaltigkeitspartner TÜV Rheinland AG ermittelte gemeinsam mit der Sports Solutions Conceptions den CO2-Fußabdruck der Gesamtveranstaltung, welcher den gesamten CO2 Verbrauch der Veranstaltung erfasst. Gewinner auf des Promi-Springens ist also die Umwelt.

Nach den Promis sollten dann unmittelbar die Top-Athleten starten. Leider musste der Beginn des RhineCup aufgrund der Wetterbedingungen leicht verschoben werden. Viele hundert Besucher , trotzten allerdings dem Dauerregen und waren begeistert als es dann losging..

Den Weitsprung der Frauen dominierte die Russin Olga Kucherenko mit 6,63 Metern vor den beiden deutschen Springerinnen Beatrice Marschek (6,23 Meter) und Ksenia Achkinadze, die noch auf 6,18 Mter sprang.

Der Weitsprung der Männer gewann Zarck Visser aus Südafrika mit einer Weite von 7,67 Meter, auf den Plätzen zwei und drei folgten James Beckford aus Jamaika (7,41 Meter) sowie Mario Kral aus Deutschland mit 6,77 Meter.

Besonders die Stabhochspringer mit ihrer technisch anspruchsvollen Disziplin litten unter dem starken Dauerregen. Der vielfache Deutsche Meister Tim Lobinger und der australische Olympiasieger Steve Hooker verabschiedeten sich gemeinsam mit übersprungenen 5 Metern sehr früh aus dem Wettbewerb. So war der Weg frei für ein Quartett aus 5,40-Meter-Springern, und am Ende hieß der Sieger Karsten Dilla, der die Höhe im ersten Versuch meisterte. „Es war natürlich ein bisschen schwierig, mitten im Regen beim Einspringen. Deshalb haben wir tief angefangen und dann habe ich mich doch gut in den Wettkampf rein gefunden und mich bis 5,40 Meter vorgearbeitet, Bei diesen schwierigen Bedingungen bin ich damit jetzt erst einmal sehr zufrieden“, so Dilla, dessen persönliche Bestmarke bei 5,73 Meter steht.

Auch Hans Rütten, Geschäftsführer der Kölner Sportstätten GmbH, zieht ein positives Fazit des RheinSpringens 2012. „Ich freue mich sehr, dass viele Zuschauer dem Regen getrotzt haben und sich den Wettkampf auf der spektakulären Anlage ‘The FlySwat’ angesehen haben. Die Athleten sind trotz der sehr widrigen Wetterbedingungen angetreten und haben gute Leistungen geboten. Dafür bedanke ich mich sehr. Die Rückmeldung der Athleten war trotz des Wetters sehr positiv und viele freuen sich bereits auf das RheinSpringen 2013 bei Sonnenschein. Trotz des miserablen Wetters haben die Zuschauer und alle unsere Partner das Potential der Veranstaltung erkannt. Wir werden unsere Erfahrungen aus 2012 nutzen und das Veranstaltungskonzept weiter ausbauen und verbessern. Unser gesamtes Team freut sich auf das RheinSpringen 2013. Frei nach dem Motto ‘nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung’, laufen die Planungen ab jetzt für 2013.“

Eine neuartige Veranstaltung mit Strahlkraft für die Stadt Köln befindet sich auf einem sehr guten Weg zur Tradition in der Sportstadt Köln zu werden.

Foto Axel Kohring (www.beautiful-sports.com)

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